WDR5

Neugier genügt

der waldMit Jürgen Wiebicke Feature: Wem gehört der Wald?; Redezeit mit Matthias Reuter, Kabarettist, über das Ruhrgebiet zur vollen Stunde WDR aktuell
Dienstag 04:03 Uhr

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Ö1

Radiokolleg - Der demokratische Rechtsstaat

GewaltenteilungGarantien und Verletzlichkeiten (2). Gestaltung: Margarethe Engelhardt-Krajanek Mit seiner Aussage, das "Recht habe sich der Politik unterzuordnen", sorgte im Jänner 2019 der damalige Innenminister Herbert Kickl für heftige Proteste. Damit wäre der politischen Willkür Tür und Tor geöffnet. Denn das in der Verfassung verankerte Recht dient der Kontrolle des politischen Gestaltungswillens. Die Gewaltenteilung in gesetzgebende, ausführende und Recht sprechende Gewalt garantiert Beständigkeit. Die im Gesetz verankerten Rechte und Pflichten sollen langfristig die Organisation einer Sozietät gewährleisten. Stellt sich die Politik jedoch über das Recht, können politische Gruppierungen ihre Machtinteressen unkontrolliert verfolgen. Unrecht und Ungleichheit sind die Folgen. Dass dieser Rechtsstaat ein kostbares Gut ist, zeigen die jüngsten Entwicklungen in Europa. In Ungarn wie in Polen führten Gesetzesänderungen dazu, Minderheiten auszugrenzen und die politische Opposition mundtot zu machen. Die rechtsstattlichen Kontrollinstanzen waren im Vorfeld ausgeschaltet worden. Noch drastischer sind Beispiele aus der Geschichte. Auf der Grundlage der Reichstagsbrandverordnung und des sogenannten Ermächtigungsgesetzes bauten die Nationalsozialisten mit der Machtübernahme 1933 die Verfassung der Weimarer Republik in ihrem Sinne um. Hunderte namhafte Juristen waren damit beschäftigt, mit der Formulierung von Gesetzesnovellen das praktizierte Unrecht der Nationalsozialisten zu rechtfertigen. In Österreich wiederum wurde mit der Ausschaltung des Parlaments 1933 der Rechtsstaat zugunsten eines Polizeistaates eingetauscht. Formal stützte sich der damalige Christlichsoziale Engelbert Dollfuß auf das Kriegsermächtigungsgesetz aus dem Jahr 1917, um eine Kanzlerdiktatur mit uneingeschränkter Gesetzgebungskompetenz einzurichten. Die Folgen waren Bürgerkrieg und Diktatur. Der heute in Österreich geltende Rechtsstaat beruht auf dem Verfassungsentwurf von 1920, den der Rechtsphilosoph und Staatsrechtler Hans Kelsen gemeinsam mit den Sozialdemokraten Karl Renner und dem Christlichsozialen Michael Mayr entwickelte. Die Grundlagen bot das Staatsgrundgesetz über die allgemeinen Rechte der Staatsbürger aus dem Jahr 1867. Nach dem 2. Weltkrieg griffen die Juristen auf die von Hans Kelsen entworfene Verfassung zurück. Mit dem Neutralitätsgesetz 1955 und der Ratifizierung der Menschenrechtskonvention 1958 wurden weitere Schritte in Richtung liberaler Demokratie gesetzt. 2012 wurde die EU-Grundrechtcharta in den Verfassungsrang erhoben. Mit dieser österreichischen Verfassung werden die demokratischen Grundrechte jedes Bürgers und jeder Bürgerin geschützt.
Dienstag 09:05 Uhr

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Bayern 2

radioWissen

SesamstraßeZur ARD-Themenwoche "Zukunft Bildung" Die Sesamstraße Ernie, Bert und Krümelmonster Tim und Struppi Der Erfolgscomic aus Belgien Das Kalenderblatt 12.11.1847 Dr. Simpson beschreibt wie Chloroform wirkt Von Christiane Neukirch Die Sesamstraße - Ernie, Bert und Krümelmonster Autorin; Anja Mösing / Regie: Können Plüschpuppen politisch sein? Allerdings! Spätestens als Anfang der 1970er Jahre die Fernsehserie "Sesamstraße" in deutsche Wohnzimmer hinein flimmerte wurde das klar. In dem täglichen Unterhaltungs- und Bildungs-Magazin extra für Vorschulkinder traten plüschige Handpuppen auf, als Helden in kurzen, dreiminütigen Beiträgen. Alle Puppen waren knallbunt, hatten große Knubbelnasen und Augen wie Tischtennisbälle: Ernie, Bert oder Krümelmonster - viele sind heute noch weltberühmt. Schauspieler aller Hautfarben waren neben ihnen gleichberechtigte Spielpartner und traten vor allem in der rahmenden Handlung auf: In einer Kulisse, die an den Hinterhof einer Großstadtstraße der USA erinnerte. Schließlich stammte die Originalsendung aus New York: "Sesame Street" war dort seit 1969 ein großer Erfolg bei Kindern, Eltern und Erziehern. Lernen ohne Angstmachen, war das Motto: "Wieso, weshalb, warum? Wer nicht fragt, bleibt dumm!" Schon der Titelsong der deutschen Ausgabe atmet freie Luft. Das ganze Konzept sorgte in Deutschland für einigen Wirbel. Tim und Struppi - Der Erfolgscomic aus Belgien Autorin: Anne Kleinknecht / Regie: Frank Halbach Die Zutaten für einen erfolgreichen Comic? Eine sympathische Hauptfigur, ein treuer tierischer Begleiter und ein kompetentes Expertenteam. Das ist die Besetzung von Hergés Besteller Tim und Struppi. Der belgische Zeichner und Autor weckt den abenteuerlustigen Reporter und seinen treuen Foxterrier 1929 zum Leben. Mit dabei: Kapitän Haddock, seines Zeichens Seefahrer, Alkoholiker und Erfinder markanter Flüche, Schulze und Schultze, zwei ungeschickte Detektive und Professor Bienlein, schwerhöriger, aber genialer Erfinder. Ihre insgesamt 24 Abenteuer sorgen im 20ten Jahrhundert in Europa für Furore, geraten aber auch wegen propagandistischer oder rassistischer Äußerungen in die Kritik. Moderation: Redaktion: Susanne Poelchau
Dienstag 09:05 Uhr

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Ö1

Radiokolleg - Positionen in der Kunst

maria lassnigMaria Lassnig, Olafur Eliasson, Station Rose, Heimo Zobernig (2). Gestaltung: Thomas Mießgang, Christine Scheucher *Olafur Eliasson: Magier des Lichts* Er hat Wasserfälle in die Großstadt verpflanzt und in der Turbinenhalle der Londoner Tate Modern die Sonne aufgehen lassen. Olafur Eliasson interessiert sich für Naturphänomene: Licht, Wasser, oder Spiegelungen stehen im Zentrum seiner künstlerischen Beobachtungen. Der in Island geborene, dänische Künstler hat sein weltweit agierendes Studio in Berlin eingerichtet. In der Vergangenheit hat Eliasson für große Konzerne wie Louis Vuitton gearbeitet, seit einigen Jahren gehört er zu jenen Stimmen, die lautstark für mehr Nachhaltigkeit in der Kunstwelt eintreten. Gestaltung: Christine Scheucher
Dienstag 09:30 Uhr

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Ö1

Radiokolleg - Der vielseitige Leopold Mozart

Musiker, Manager, Vater (2). Gestaltung: Nadja Kayali, Michaela Schierhuber Leopold Mozart - sofort hat man das Bild des Vaters vor Augen, der mit seinen beiden "Wunderkindern" große Konzertreisen in ganz Europa absolviert hat. Und vor allem gilt er als "Mastermind" hinter dem musikalischen Erfolg seines Sohnes, Wolfgang Amadé. Doch wer steckt eigentlich hinter dieser Vaterfigur? Was verbirgt sich hinter den Klischeebildern? Die organisatorischen Fähigkeiten Leopold Mozarts sind auf jeden Fall Qualitäten, die er Zeit seines Lebens gut eingesetzt hat: die Reisen mit den Kindern wären ohne dieses Talent wohl nicht möglich gewesen, denn das Bewerben der Konzerte, den Überblick über sämtliche Wechselkurse zu behalten, Unterkünfte zu buchen oder das Erlernen neuer Sprachen scheinen für ihn vielmehr spannende Herausforderungen als mühselige Arbeit gewesen zu sein. Auch sein größtes pädagogisches Werk, "Der Versuch einer gründlichen Violinschule", konnte er aufgrund dieses Geschicks nicht nur im deutschsprachigen Raum, sondern in ganz Europa vertreiben. Denn Leopold Mozart war auch ein begnadeter Netzwerker, der Bekanntschaften am gesamten europäischen Kontinent unterhielt und mit diesen in regem Kontakt stand. Musikalisch war Leopold Mozart ebenso aktiv, immerhin stand er nahezu 40 Jahre sowohl als Geiger als auch als "Hof- und Cammer-Componist" im Dienste der Salzburger Fürsterzbischöfe. Die Beziehung zu den Erzbischöfen war trotz der langen Reisen und den Auseinandersetzungen, die sein Sohn mit den Dienstgebern hatte, nicht getrübt. Denn auch die Obrigkeiten wussten genau um Leopold Mozarts umfangreiches musikalisches Wissen.
Dienstag 09:45 Uhr

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Bayern 2

radioWissen am Nachmittag

Viergestirn aus WeimarDas Viergestirn aus Weimar Wieland, Goethe, Herder und Schiller Herder Eine Urenkelin entdeckt den Dichter Das Kalenderblatt 12.11.1847 Dr. Simpson beschreibt wie Chloroform wirkt Von Christiane Neukirch Das Viergestirn aus Weimar - Wieland, Goethe, Herder und Schiller Autor und Regie: Martin Trauner Wie konnte es passieren, dass vier der größten Dichter und Denker ihrer Zeit in der beschaulichen Stadt Weimar landeten? - Fast Tür an Tor lebten Christoph Martin Wieland, Johann Wolfgang Goethe, Johann Gottfried Herder und Friedrich Schiller in der thüringischen Residenzstadt. Das sogenannte "Viergestirn" ist der geschickten Kulturpolitik von Anna Amalia und ihrem Sohn und Nachfolger Carl August zu verdanken. Sie statteten die Dichter mit gut dotierten Ämtern an ihrem Weimarer Musenhof aus und ließen sie ihren Gedanken nachgehen. - Gedanken über Literatur, die Kunst der alten Griechen und über Humanität. Spätere Generationen bezeichneten diese Zeit als die Epoche der "Deutschen Klassik". Heute ist man zurückhaltender: Heute kennt man die geistig so fruchtbaren Jahre Ende des 18. Jahrhunderts allerhöchstens noch als die "Weimarer Klassik". Wenn überhaupt ... Herder - Eine Urenkelin entdeckt den Dichter Autorin: Jenny von Sperber / Regie: Martin Trauner "Man braucht keine Kirche, um zu beten. Auch in der Natur kann ich Gott nah sein." Das soll ein Pfarrer gesagt haben, ein Kirchenmann? Noch dazu im 18. Jahrhundert? Johann Gottfried Herder hätte damit wohl nicht sonderlich viele Menschen in seine Weimarer Stadtkirche gelockt, die heute Herderkirche heißt. Und trotzdem: Diesen Satz soll er gesagt haben - laut meinen Großeltern. Herder, der berühmte Theologe, Dichter und Denker der Weimarer Klassik ist nämlich mein Ururururgroßvater. Und trotzdem habe ich ihn bis heute nicht wirklich verstanden. Was war sein Anliegen? Wofür steht Herder? Er war einer der wichtigsten Schriftsteller der Aufklärung. Und trotzdem könnte ich kein Buch von ihm nennen. Das Einzige, was mir immer wieder in den Kopf kommt ist dieser Satz von Gott in der Natur. Hat er ihn wirklich gesagt? Wissenschaftler und Interessierte rund um den Globus beschäftigen sich mit Herders komplizierten Gedanken, mit seiner Geschichts- und Kulturphilosophie, seiner Sprachforschung. Sie organisieren sich in Herdergesellschaften, treffen sich und diskutieren. Diese Kenner meines Ururururgroßvaters frage ich nach ihm. Ich möchte herausfinden: Hat er das wirklich gesagt? Und wenn ja: Was zeigt uns das über ihn und sein Lebenswerk? Moderation: Redaktion: Andrea Bräu
Dienstag 15:05 Uhr

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Ö1

Tonspuren

verena mermer"So fantastisch manche Dinge klingen, sie müssen wirklich glaubhaft sein." Ein Porträt der Schriftstellerin Verena Mermer. Feature von Monika Kalcsics. Studiotechnik: Fridolin Stolz. Redaktion: Alfred Koch Mit 14 Jahren zog Verena Mermer aus dem Dorf ihrer Kindheit weg. Vom südlichen Niederösterreich in die Welt. Sie studiert Germanistik, Romanistik und Indologie; arbeitet in der indischen Hauptstadt, Dehli, in der Hauptstadt des Aserbaidschan, Baku, und für mehrere Jahre im rumänischen Cluj-Napoca. Ihr Lebensmittelpunkt ist Wien. Das private Ich interessiert sie beim Schreiben nicht. Wo ist dabei der Gewinn für andere, fragt sie sich. "Auch wenn ich dabei oft genug an meine Grenzen stoße und es anstrengend ist, will ich Politik und Gesellschaft in die Literatur hineinbringen." Für ihren zweiten Roman "Autobus Speranza" beobachtet sie Arbeitsmigrant/innen, die zwischen Wien und Rumänien mit dem Fernbus pendeln. Diese Arbeitsmigrant/innen sind in der Literatur noch nicht behandelt worden, sagt sie, obwohl das Phänomen als solches einen großen Teil der Bevölkerung betreffe. "Ich verstehe mich als diejenige, der die Aufgabe zugefallen ist, ihre Erzählungen zusammenzutragen, die einzelnen Fragmente in verfremdeter und neu zusammengesetzter Form zu überliefern." Für ihre schriftstellerische Arbeit hat die 35-jährige Autorin zahlreiche Preise und Stipendien erhalten, darunter das START-Stipendium für Literatur (2014), zuletzt den Gustav-Regler-Förderpreis (2017). Wenn sie vom Schreiben nicht leben kann, sucht sie sich einen Nebenjob und beobachtet, wie sich die Menschen in ihrer Umgebung verhalten. Zurzeit arbeitet sie als Protokollantin im Nationalrat und in Untersuchungsausschüssen. Für die "Tonspuren" hat sich Verena Mermer wieder in den Bus nach Rumänien gesetzt.
Dienstag 16:05 Uhr

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Deutschlandfunk

Das Feature

Wendeländer (4/5) Ein Rom träumt von der Champions League Istvan Mezei und der Fußballverband der Roma in Ungarn Von Mirko Schwanitz Regie: Wolfgang Rindfleisch Produktion: Dlf 2018 (Teil 5 am 15.11.2019) Istvan Mezei widerspricht allen Klischees, die in Europa nach wie vor von ,Zigeunern" gepflegt werden. In Ungarn ist Mezei eine Legende: 1980 ist er im Kader des ungarischen Fußball-Olympiateams. Wenig später gründet er die erste Roma-Fußballmannschaft Ungarns und organisiert mit Unterstützung des ungarischen Fußballidols, János Farkas, eine Roma-Jugendliga. Sie wird für manchen zum Sprungbrett in die erste ungarische Liga. Als es in den 1990er-Jahren in Osteuropa zu Gewaltexzessen gegen Roma kommt, veranstaltet Istvan Mezei Fußballturniere zwischen Polizei-und Romateams. Danach werden erstmals Roma in den Polizeidienst übernommen. 2012 wird die von ihm geleitete Nationalmannschaft der ungarischen Roma bei der Fußball-EM der Europäischen Minderheiten Vizeeuropameister. Doch seit dem Machtantritt von Viktor Orbán ist Istvan Mezeis Lebenswerk in Gefahr. Die Lebensgeschichte eines Fußballverrückten, sein andauernder Kampf gegen die Diskriminierung. Und ein spannendes Panorama von 70 Jahren mitteleuropäischer Geschichte - erstmals erzählt aus der Sicht eines europäischen Rom. Das Feature wurde 2019 mit dem Civis-Sonderpreis ,Fußball Integration" ausgezeichnet. Ein Rom träumt von der Champions League
Dienstag 19:15 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

Raus aus der Kohle! Die Finanzindustrie entdeckt den Klimaschutz Von Manuel Waltz Geld ist Macht, das wissen auch Klimaschützer. Und deshalb setzen sie Anleger zunehmend unter Druck, sich aus Unternehmen zurück zuziehen, die ihr Geld mit fossilen Energien verdienen. ,Divestment" nennt sich diese Bewegung, die aus den USA kommt und auch in Deutschland stark an Bedeutung gewinnt. Banken und Finanzkonzerne, Pensionsfonds von Kommunen, Ländern und des Bundes, Kirchen, Stiftungen, Versicherungen... Sie alle verfügen über sehr viel Geld und wollen es vermehren. Aber - und das ist die Forderung der Divestmentbewegung - nicht um jeden Preis. Und damit dringen sie immer stärker durch. Unternehmen, die Kohle fördern, um Strom damit zu produzieren und den Klimawandel anheizen, aber auch Tabakfirmen, die die Gesundheit ihrer Kunden aufs Spiel setzen, oder Waffenproduzenten, sie alle stehen auf schwarzen Listen und gelten als unmoralische Geldanlagen. Und tatsächlich geraten diese unter Druck, wenn sie sich neu finanzieren müssen oder eine Versicherung brauchen. Der Finanzmarkt ist in Bewegung geraten: Die Richtlinien der Anleger werden umgestellt, Finanzkonzerne und Versicherer geben sich Divestmentregeln und Gelder werden abgezogen. Immer wieder feiern Klimaschützer Erfolge, müssen aber auch Niederlagen einstecken. Ein Feature über einen Kampf im Dunkeln, über eine mächtige Industrie, die zig Milliarden Euro bewegt und sehr viel Macht hat. Die Rendite erzielen muss und dabei langsam die Verantwortung entdeckt.
Dienstag 19:30 Uhr

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NDR kultur

Feature

schulen für BlindeARD Themenwoche Bildung In ihrer Welt Eine Langzeitdokumentation von Bernd Sahling DKultur 2016 Jonas sagt: "Ich hatte immer ein völlig anderes Bild von Integration. Ich hätte mir gewünscht, dass ich eine Ahnung von der Welt kriege, und nicht die Sehenden eine Ahnung von Blinden." In den 90er Jahren gingen sehbehinderte Jugendliche mehrheitlich auf die Internatsschulen für Blinde. Einige wenige hatten dennoch den Mut, sich dem Schulalltag mit Sehenden zu stellen. Ihre Mitschüler interessierten sich für Mode und gingen in die Disco oder ins Kino. Die tägliche Konfrontation mit dem Anderssein auszuhalten, war schmerzlich. Fünf ehemalige Integrationsschüler erinnern sich. Sie finden das Feature in der ARD Audiothek. Weitere Informationen unter ndr.de/radiokunst. 20:00 - 20:05 Uhr Nachrichten, Wetter Feature
Dienstag 20:00 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Feature

nadja küchenmeisterWohin mit dem Elend, wohin mit dem Leid Von Nadja Küchenmeister Regie: Alexander Schuhmacher Mit: Carolin Haupt Ton: Kai Schliekelmann und Markus Freund Produktion: NDR 2019 Länge: 54"16 Wie verändert sich die Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg, wenn immer weniger Menschen aus persönlicher Erfahrung berichten können? Autorinnen und Forscher diverser Generationen suchen nach der Wirklichkeit zwischen Erlebtem und Erzähltem. Das Ende des Zweiten Weltkriegs liegt mehr als 70 Jahre zurück. Immer mehr Autorinnen und Autoren erzählen vom Krieg, den sie selbst nicht erlebt haben. Nora Bossong z.B., Jahrgang 1982 oder Marcel Beyer, geboren 1965. Und selbst Helmut Lethen, geboren 1939, der persönliche Erinnerungen an die Kriegszeit hat, erfindet in seinem Buch ,Die Staatsräte" Geschichten und Begegnungen historisch realer Personen. Nadja Küchenmeister ist selbst Dichterin und Autorin. Sie befragt sich und ihre eigene Familie zur fiktionalen Aufarbeitung von Geschichte. Nadja Küchenmeister, 1981 in Berlin geboren. Veröffentlichte Gedichte und Prosa in zahlreichen Zeitschriften und Anthologien, lehrte u.a. am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und leitete verschiedene Schreibwerkstätten. Ihr Gedichtband "Alle Lichter" wurde 2011 von der Darmstädter Jury zum "Buch des Monats" gewählt. Auswahl an Radiostücken: "Sprich mir nach" (Hörspiel, SWR 2014), "Alles, was ich schreibe, war einmal wirkliches Leben" (Deutschlandfunk Kultur 2018). Wohin mit dem Elend, wohin mit dem Leid
Dienstag 22:03 Uhr

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Ö1

Radiokolleg

leopold mozartDer demokratische Rechtsstaat. Garantien und Verletzlichkeiten (2). Gestaltung: Margarethe Engelhardt-Krajanek Positionen in der Kunst. Olafur Eliasson, Maria Lassnig, Station Rose, Heimo Zobernig (2). Gestaltung: Thomas Mießgang, Christine Scheucher Der vielseitige Leopold Mozart. Mastermind von Wolfgang Amadeus (2). Gestaltung: Nadja Kayali, Michaela Schierhuber
Dienstag 22:08 Uhr

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