Radioprogramm

Ö1

Jetzt läuft

Ambiente - von der Kunst des Reisens

05.00 Uhr
Nachrichten

05.03 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.00 Uhr
Ö1 Frühjournal

06.10 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.56 Uhr
Gedanken für den Tag

"ich klebe an gott". Anlässlich des 20. Todestages von Ernst Jandl denkt der Literaturkritiker und Übersetzer Cornelius Hell über radikalen und schonungslosen Dichter nach Ernst Jandl konnte feststehende Sätze und Phrasen in witzigen Sprachspielen demaskieren wie kaum ein anderer. Gerne arbeitete er dabei auch mit religiösem Sprachmaterial. Während Jandl das Wort "ich" in seinen Texten zunächst vermied, hat seine Biografie in den letzten Jahrzehnten seines Lebens zunehmend Eingang in seine Gedichte gefunden. Besonders überraschend war, dass der alte Spötter Jandl plötzlich auch Texte mit einem gebrochenen, aber doch positiven Bezug zum Katholizismus seiner Kindheit und Jugend schrieb. Im Gespräch darüber und über fundamentale Lebenserfahrungen war er von radikaler und schonungsloser Offenheit - schonungslos vor allem sich selbst gegenüber. Seine radikale künstlerische und menschliche Ehrlichkeit, so der Literaturkritiker und Übersetzer Cornelius Hell, ermutige auch zum unzensurierten Nachdenken über das eigene Gottesbild. Gestaltung: Alexandra Mantler

07.00 Uhr
Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell

07.33 Uhr
Guten Morgen Österreich

07.52 Uhr
Leporello

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.20 Uhr
Pasticcio

mit Ulla Pilz. Von Beethoven zu Beethoven (mit einem kleinen Umweg über Polen). Die polnische Komponistin, Pianistin, Geigerin und Schriftstellerin Grazyna Bacewicz ist von einer fast atemberaubenden Produktivität, und sie kann sie sogar erklären: "Ich habe nämlich einen kleinen, unsichtbaren Motor, dank dessen ich in zehn Minuten mache, wofür andere eine Stunde brauchen: dank seiner laufe ich, anstatt zu gehen, ich kann fünfzehn Briefe in einer halben Stunde schreiben, sogar mein Puls geht bedeutend schneller als bei Anderen, und ich wurde schon im siebenten Monat geboren."

08.55 Uhr
Vom Leben der Natur

Blumen-Moden. Die Ökologin Karin Hochegger spricht über Lieblingspflanzen aus vergangenen Zeiten. Teil 3: Duftende Gartenschätze Gestaltung: Renate Pliem Blumen begleiten den Menschen schon seit Jahrtausenden. Man legte Gärten an, nicht nur, um sich zu ernähren, sondern auch, um sich an der Schönheit der Blütenpflanzen zu erfreuen. Blumen wurden in Mythen verewigt, in Gedichten besungen und erschienen auf zahlreichen Abbildungen. Blumen-Moden entstanden. Das Mittelalter war die Zeit der Rose und der Lilie, aber auch der Akelei. Diese Blütenpflanze ist sehr kunstvoll aufgebaut: Die Blätter sind dreigeteilt und die Blüte besteht aus fünf Teilen. Im Volksmund heißt die Akelei deshalb "Fünf Vögerl zusamm" - sie sieht aus, als würden fünf Tauben ihre Köpfe zusammenstecken. Eine weitere Pflanze, die im Mittelalter sehr geschätzt wurde, war das Duftveilchen, Viola odorata. Ab der Renaissance ändern sich die Blumen-Moden. Durch Entdeckungsreisen kommen Pflanzen von weither, sie werden gehandelt, und es wird mit ihnen spekuliert. Das "Tulpenfieber" bricht im 17. Jahrhundert aus: Tulpen mit flammenartigen Farbnuancen und gebrochenen Tönen von Gelb, Orange und Rot kommen in Mode. Doch diese aufsehenerregenden Muster werden durch einen Virus hervorgerufen, die Pflanzen sind daher kränklich und können die in sie gesetzten Erwartungen nicht erfüllen. Der nächste Hype sind die Gartennelken, die in vielen unterschiedlichen Sorten und Farben gezüchtet werden. Drei Duftpflanzen wehten durch das 18. und 19. Jahrhundert: Levkoje, Resede und Duftwicke. Sie sind heute kaum mehr in Gärten zu finden, wohl auch deshalb, weil sich die Blumen-Moden stark geändert haben: Heute wird viel mehr auf ganzjährige sichtbare Blütenpracht Wert gelegt, der Duft ist in den Hintergrund gedrängt worden. Eine Pflanze, die sich über viele Jahrhunderte behauptet hat, ist die Rose. Die Alten Rosen wie Rosa Alba, Essigrosen und Damaszenerrosen blühen nur zwei Wochen im Jahr. Aus China wurden Rosen eingeführt, die länger blühen, zahlreiche Teehybride-Züchtungen entstanden. Doch die Alten Rosen überdauerten in einigen Gärten, und so konnte der britische Züchter David Austin im 20. Jahrhundert die Englischen Rosen entwickeln - sie haben den Duft und die Blütenform der Alten Rosen, aber auch eine lange Blühdauer.

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Radiokolleg - Das Meer

Ort der Sehnsucht, Ort der Gesetzlosigkeit (3). Gestaltung: Ute Maurnböck Wer ans Meer denkt, denkt an Weite, Rauschen und Tosen, an Freiheit und womöglich Urlaub. Seit jeher symbolisiert es das Unbekannte - bis heute sind Teile der Ozeantiefen nicht erforscht. Und viele Jahrhunderte lang verhieß das Meer Schrecken: auch wenn es Nahrungsgeber war, wer in die Wellen geriet, war verloren, denn kaum jemand konnte schwimmen. Die Fischer der irischen Aran Inseln trugen Pullover mit familientypischen Mustern, an denen sie erkannt wurden, so ihre unkenntlichen Leichen nach einem Unfall an die Küste gespült wurden. Bis "die See" beziehungsweise die Küstenorte als Rückzugsräume und Motive für Kunstschaffende entdeckt wurde, dauerte es noch bis ins 19. Jahrhundert. Dann wurde sie en vogue. Die Luft war gut, die angereiste Oberschicht konnte an den Promenaden flanieren. Dazu kam die Fantasie vom "Ungezügelten": man schwärmte von Fernreisenden wie der Österreicherin Ida Pfeiffer, ohne die Beschwerlichkeiten an Bord zu hinterfragen genauso wie man den ungebundenen Matrose verherrlichte, auf den in jedem Hafen eine Braut wartet, dem in der Realität aber häufig ein mangelernährter, schuftender Schwerarbeiter gegenüberstand. Das an einem Ort, an dem Gesetzlosigkeit herrschte - und das teilweise bis heute. Piraterie und Sklaverei, etwa auf Shrimpkuttern, sind gegenwärtig. Zudem droht das Idyll Meer in den vergangenen Jahre n in den Schlagworten Müllteppich, Meeresspiegelanstieg und Fischsterben zu versinken.

09.30 Uhr
Radiokolleg - Positives Körpergefühl

Was es stärkt und was es behindert (3). Gestaltung: Ilse Huber Mehr als einen Monat hat es gedauert: Das Virus mit dem klingenden Namen ?Corona' hat die Menschen dazu verdammt, sich in den eigenen vier Wänden aufzuhalten. Essen, schlafen, telekommunizierend organisieren und trotzdem mit den Nächsten auskommen. Eine Herkulesaufgabe. Noch dazu, wenn der gewohnte Sportausgleich fehlte. Fitnessstudio? Geschlossen. Trainingseinheit? Abgesagt. Massagen? Verboten. Ausgedehnte Wanderungen oder Skitouren? Ein Fall für Strafen. Nach der Zeit der Entbehrung regt sich das Körpergefühl. Die Hosen passen nicht mehr? Der Gürtel muss weiter gestellt werden? Und die Kleidergröße hat zwei Sprünge nach vorn gemacht? Nach ausreichendem Verzehr von Fleisch, Schokolade und Snacks vor der dem Bildschirm, meldet sich das schlechte Gewissen. Aber muss das so sein? Die verordnete Zwangspause hat vielleicht Ruhe in den ansonsten hektischen Alltag gebracht. Haut und Haar haben sich von Glätteisen sowie Makeup erholt. Und die selbst zubereiteten Gerichte haben idealerweise geschmackliche und erfrischende Abwechslung zu den üblichen Fertigmenüs gebracht. Was bestimmt also ein positives Körpergefühl? Wie kann es nicht nur entfacht, sondern auch erhalten werden? Welche Anreize fördern die Zufriedenheit mit dem eigenen Organismus? Und welche Hemmnisse arbeiten dagegen? Ob alt oder jung, ob Frau, Mann oder Person, das Wohlfühlen im eigenen Körper erzählt eine lange Geschichte.

09.45 Uhr
Radiokolleg - Mehr ist Mehr

Maximalismus in der Musik(3). Gestaltung: Thomas Mießgang "Pump up the Volume" hieß ein Popsong aus den 1980er Jahren: Das Volumen aufpumpen, den Sound verstärken, die Klangvision aufblasen: Das waren zu allen Zeiten und in allen Genres immer schon Optionen, die von Musikschöpfern gerne genutzt wurden: Ob es sich nun um die "Symphonie der Tausend" handelt, mit der Gustav Mahler am Beginn des 20. Jahrhunderts eine Art orchestrales Heavy Metal veranstaltete oder um die "Wall of Sound", die Phil Spector mit vielfach übereinander gelegten Tonspuren im Charts-Pop der 1960er Jahre auftürmte. Ob es um den brüllenden Free Jazz geht, den John Coltrane mit seiner Big Band-Klangorgie "Ascension" von der Leine ließ oder um die immersiven Ganzkörpererlebnisse des Psytrance-Musik, mit der gigantische Raves beschallt werden. Das "Mehr ist Mehr" einer maximalistischen Musikvorstellung hat, gerade auch im Vergleich zum "Weniger ist mehr" des Minimalismus immer wieder Konjunkturen erlebt, mit einem Sinnesrausch, dessen Programm auf die totale Überwältigung des Publikums abzielt. Das kann durch nachgerade übermenschliche Komplexität wie bei den kaum noch dechiffrierbaren Kompositionen von Brian Ferneyhough genauso bewerkstelligt werden wie durch die ohrenbetäubende Laustärke der Drones von Phil Niblock der der Rockband SunnO))). Aber auch die akustischen Splitterbomben, die das Produktionsteam The Bomb Squad für die Rapper von Public Enemy produziert hat und das Helikopterquartett von Karlheinz Stockhausen, bei dem die Instrumentalisten hunderte Meter über dem Publikum kreisen, gehört in den maximalistischen Diskurszusammenhang. Es geht beim Klang-Maximalismus um akustische Superkräfte, die, mal elektronisch, dann wiederum durch schiere Massierung konventioneller Instrumente, entfesselt werden, um den Hörer zu verzwergen und im Flow mitzunehmen - man könnte auch von einem akustischen Safe Space sprechen, der einen trägt und beschützt, indem er alle anderen Klangsignale ausblendet und blockiert. Georges Bataille würde von der Aufhebung des Leides der Isolierung in der diskontinuierlichen Individualität durch das Aufgehen im kontinuierlichen Klangstrom der trance-induzierenden maximalistischen Sounds sprechen. Im Gegensatz zum Minimalismus, der an einer Mikrokalibrierung des Bewusstseins arbeitet, schaltet der Maximalismus die kognitiven Rezeptoren des wahrnehmenden Subjektes weitgehend aus und überschwemmt es mit dröhnenden Frequenzen, übermenschlicher Fingerfertigkeit, exzessiver kompositorischer Raffinesse oder bauchfellerschütternden Vibrationen, die das erotische Zentrum des Körpers stimulieren. Das ist faszinierend, wenn auch oft too much und kann auch gefährlich werden. Denn Musik, schreibt der Philosoph Arthur Schopenhauer sei "so sehr viel mächtiger und eindringlicher als die der anderen Künste: denn diese reden nur vom Schatten, sie aber vom Wesen."

09.57 Uhr
Ö1 heute

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Ausgewählt

mit Helene Breisach Zu Gast bei Familie Klarinette "Ach, wenn wir auch nur clarinetti hätten!", schrieb Mozart 1777 an seinen Vater - "sie glauben nicht was eine sinfonie mit flauten, oboen und clarinetten einen herrlichen Effekt macht". Viele Jahre später sollte er sein einziges Solokonzert für dieses Instrument schreiben - das zu einem der Standardwerke der Literatur wurde. Unzählige Einspielungen liegen vor - zumeist auf einer erweiterten A-Klarinette, aber auch auf der Bassettklarinette, für die Mozart das Original komponiert hat. Doch die Familie Klarinette hat viele weitere Mitglieder, etwa das Bassetthorn oder die Es-Klarinette, der Berlioz im Hexensabbat seiner "Symphonie fantastique" eine diabolische Rolle zugedacht hat. Erst vor kurzem wiederentdeckt und nachgebaut wurde ein historisches Instrument: die honigsüße Clarinette d'amour. Höreindrücke einer klangschönen und vielfältigen Instrumentenfamilie.

11.00 Uhr
Nachrichten

11.05 Uhr
Radiogeschichten

Literarische Reise - Italien: "Die Seele des Flusses. Auf dem Po durch ein unbekanntes Italien". Von Paolo Rumiz. Aus dem Italienischen von Karin Fleischanderl. Es liest Stefan Suske Italiens König der Flüsse, zu Wasser erkundet von Paolo Rumiz: mit Kanu, Barke und Segelboot, von den Bergen des Piemont bis zur Mündung in die Adria. Gestaltung: Friederike Raderer

11.25 Uhr
nach-gehört

Edition Ö1. Places Gestaltung: Stephan Pokorny Für ihr erstes Soloprogramm begibt sich die steirische Pianistin und Komponistin Viola Hammer an erträumte und reale Orte, die auf ihrem Weg von Bedeutung waren und sind. Dachböden, Sümpfe und Abbruchhäuser werden so zu Schauplätzen imaginärer Spielfilme, zu denen Viola Hammer den Soundtrack schreibt. Die Fragestellung, welche prägenden Erlebnisse und bleibenden Erinnerungen den Menschen zu dem machen, was er ist, zieht sich als roter Faden durch das Album. Faszinierende Sound-Gemälde von ungeheurer Spannkraft und Dichte, die uns Einblick gewähren in die bunte Klangwelt der Pianistin.

11.30 Uhr
Des Cis

mit Daniela Knaller. Cello Klavier. "Schostakowitschs Musik ist für uns eine unglaublich faszinierende Welt, die manchmal hart trifft, manchmal verzaubert und sprachlos macht", so die Cellistin Anouchka und die Pianistin Katharina Hack über ihre Debüt-CD. Darauf stellen die Schwestern ein frühes Werk von Schostakowitsch einem Spätwerk gegenüber. Gusto am Schluss der CD ist das Prelude aus der Filmmusik zu "Die Stechfliege", für das Gautier Capucon am zweiten Cello gewonnen werden konnte. Das Zusammenspiel der Schwestern zeichnet sich durch eine hörbar gemeinsame musikalische Sprache aus, die sich gekonnt am Vokabular Schostakowitschs orientiert. BEETHOVEN ESSENZIELL DesCis bringt anlässlich des Beethovenjahres 2020 eine wöchentliche Serie unter dem Titel "Beethoven - essenziell". In 250 Sekunden wollen wir immer am Donnerstag versuchen den Menschen, das Werk, die Zeit und die Auswirkungen dieses so herausragenden Künstlers zu beleuchten - zur Feier der 250. Wiederkehr des Geburtstages Beethovens.

11.57 Uhr
Ö1 heute

12.00 Uhr
Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer Sprache

13.00 Uhr
Punkt eins

13.55 Uhr
Wissen aktuell

14.00 Uhr
Nachrichten

14.05 Uhr
Stimmen hören

mit Chris Tina Tengel. Fedora Barbieri: starke Stimme für Giuseppe Verdi im Star-Ensemble" der 1950er Jahre Ihre Fachkollegin Giulietta Simionato war zwar um 10 Jahre älter, aber "neuzeitlicher" im Gesangsstilistischen. So wird die vor 100 Jahren in Triest geborene italienische Mezzosopranistin heute vor allem als Teil des diskographisch bereits gut dokumentierten Star-Ensembles" speziell für das Werk Giuseppe Verdis wahrgenommen, das in den 1950er Jahren von Italien aus auf die großen internationalen Bühnen ausschwärmte. Im Rückblick steht dieses "Ensemble" für die von den Stimmen der Zwischenkriegszeit weitergereichte "große Tradition", ungeachtet dessen, dass eine Maria Callas, ein Giuseppe di Stefano, ein Tito Gobbi oder, im Gefüge der Metropolitan Opera New York, Zinka Milanov, Richard Tucker, Jussi Björling, Leonard Warren, mit denen allen Fedora Barbieri auf der Bühne und vor Studiomikrophonen gestanden ist, diese "Tradition" umformende künstlerische Individuen waren - wie sie selbst.

15.30 Uhr
Moment

Mit Rückenspritze, Gelsenwehr und Hubschrauber Wie sich Marchgemeinden dank "Gelsen-Hans" vor Stechmücken schützen Die Auwälder der March- und Thayaregion sind Gelsen-Brutstätten. Neun Gemeinden im östlichen Weinviertel haben sich zum gemeinsamen Kampf gegen die Stechmücken organisiert. Mit dem "Verein biologische Gelsenregulierung entlang Thaya und March" versuchen sie der Stechmücken-Invasion Herr zu werden. Leiter der Präventionsarbeit ist der Biologe Hans Jerrentrupp. Der "Gelsen-Hans" - wie ihn Einheimische nennen - hält in Tümpeln in den Auwäldern Ausschau nach Gelsenlarven-Brutstätten. An die vierzig Arten von Gelsen kommen in der Region vor. Die sogenannten Augelsen legen ihre Eier im Boden ab. Nach Überschwemmungen entwickeln sie sich zu Larven und kurz darauf zu Gelsen. Die sogenannte "Gelsenwehr" - eine Art Infanterie der Stechmückenregulierung - rückt den Insektenlarven zu Leibe. Die Freiwilligentruppe sprüht das speziell gegen Gelsen wirkende Insektizid "BTI" auf stehende Gewässer. Mitunter unterstützt ein Hubschrauber den Abwehrkampf. Auch sogenannte Hausgelsen sind eine Bedrohung - sie brüten in Regentonnen und anderen Wasserstellen. Zunehmend beobachtet man in der Region auch invasive Gelsenarten wie etwa die tropische Tigermücke, die Krankheiten übertragen kann. Eine Reportage in der Au. Gestaltung: Ernst Weber Was macht eigentlich... das "NeSoVe" oder "Netzwerk Soziale Verantwortung" Gestaltung: Elisabeth Stecker

15.55 Uhr
Ö1 Kinderjournal

Rudi präsentiert das Ö1 Kinderjournal Rudi spricht mit seinen Kolleginnen und Kollegen in der Nachrichtenredaktion darüber, was es diese Woche in Österreich, Europa und der Welt Neues gibt.

16.00 Uhr
Nachrichten

16.05 Uhr
Medizin und Gesundheit

16.40 Uhr
Die Ö1 Kinderuni

Macht Arbeit das Leben süß? Warum wir arbeiten und wie wir das in der Zukunft tun werden Gestaltung: Tanja Malle Ein so genannter Vollzeitjob ist, wenn jemand 40 Stunden pro Woche arbeitet. Das gilt für Österreich. Es gibt Länder, in denen Menschen bereits weniger Stunden pro Woche arbeiten. Aber in der Regel gilt: Den Großteil unseres Lebens arbeiten wir. Die Ö1-Kinderunireporterinnen Sophia und Emma wissen noch nicht, welcher Arbeit sie eines Tages nachgehen wollen. Derzeit besuchen sie ja noch jeden Tag die Schule. Auch das ist Arbeit, allerdings unbezahlte. Es gibt auch jede Menge anderer unbezahlter Arbeit - etwa jene, die im Haushalt anfällt. Die ist sehr ungleich verteilt - Frauen erledigen zwei Drittel davon, Männer also nur ein Drittel. Aber warum wird Arbeit unterschiedlich entlohnt? Muss Arbeit mühsam sein oder kann sie auch Spaß machen? Und müssen Menschen arbeiten? Diese Fragen der Ö1-Kinderunireporterinnen beantworten Martin Risak und Melina Franzke vom Institut für Arbeits- und Sozialrecht der Universität Wien.

16.55 Uhr
Digital.Leben

17.00 Uhr
Ö1 Journal um fünf

17.09 Uhr
Kulturjournal

17.30 Uhr
Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Andreas Felber. "The Show Must Go On(line)": Astrid und Beate Wiesinger alias Duo 4675 Das Musikpublikum musste bis Ende Mai Clubs und Konzertsälen fern bleiben, also drehte manch findiger Veranstalter den Spieß um: Und lieferte die Konzerte per Live-Video-Stream über das Internet frei Haus in die privaten Wohnungen. Als einer der ersten startete der Wiener Jazzclub Porgy Bess dieses musikalische Zustellservice: Seit Anfang April treten in der Reihe "The Show Must Go On(line)" zweimal wöchentlich österreichische Musiker und Musikerinnen in Kleinbesetzungen auf, vor (bis vor kurzem) leerem Auditorium. Den Auftakt in dieser Reihe bestritten am 4. April 2020 Astrid und Beate Wiesinger. Das Schwestern-Duo aus Oberösterreich, Altsaxofonistin die eine, Bassistin die andere, zählen aktuell zu den spannendsten NewcomerInnen der heimischen Jazzszene: Nicht zufällig berief Christian Muthspiel beide in sein 2019 gegründetes "Orjazztra Vienna", zudem sind sie in originellen eigenen Formationen wie dem gemeinsam geleiteten Kammer-Jazz-Trio "Luchs" oder in Beate Wiesingers Septett "Echoboomer" hervorgetreten. Im "Duo 4675", das seinen Namen der Postleitzahl des Heimatorts Weibern im Bezirk Grieskirchen entlehnt, gibt es nur sie beide: Das virtuose, mit exzellentem Timing geblasene Altsaxofon Astrid Wiesingers, und den rhythmisch ebenso kraftvollen wie melodisch und klanglich ideenreichen Kontrabass von Beate Wiesinger: Großartige Eigenkompositionen voll Witz und Verve waren an diesem 4. April zu hören, zudem eine hin- und mitreißende Version von Thelonious Monks "Bemsha Swing". Andreas Felber präsentiert Ausschnitte aus einem Konzert, das veranschaulicht, dass eine Virus-Pandemie Musiker/innen nicht daran hindern kann, in Hochform zu agieren!

17.55 Uhr
Betrifft: Geschichte

Zur Geschichte der Konsumtempel. Mit Astrid Peterle, Jüdisches Museum Wien. Gestaltung: Rosemarie Burgstaller "Hier lag im vollen Glanz der Straße, unmittelbar neben dem Bürgersteig, ein wahrer Bergsturz billiger Waren, die Versuchung zum Eintritt, Gelegenheitskäufe, die die Kundschaft im Vorbeigehen festhalten sollte. [...] Es sah aus wie das Lager eines Riesenjahrmarktes, das Geschäft schien zu bersten und seinen Überfluß auf die Straße zu werfen." So hieß es 1883 im Roman "Au Bonheur des Dames" des französischen Schriftsteller Emile Zola über das Warenhaus. Mit der Verbreitung von Warenhäusern ab der Mitte des 19. Jahrhunderts nahm auch die Kritik an dieser neuen Verkaufsform massenhaft verfügbarer, industriell gefertigter und verhältnismäßig günstiger Waren zu. Die modernen Warenhäuser, Symbole des gesellschaftlichen und kulturellen Wandels sowie des industriellen Fortschritts wurden von vielen als Provokation und mit großer Skepsis betrachtet. An der Warenhausdebatte beteiligten sich die zunehmend existenziell bedrohten Kleinhändler und Handwerksbetriebe des alten Mittelstandes aber auch jene, die im Aufstieg der Riesenwarenhäuser und des Massenkonsums eine "moralische Gefahr" sahen. Mit dem für alle Teile der Bevölkerung offenstehenden Warenüberfluss wurden gesellschaftliche Wertvorstellungen und Formen sozialer Abgrenzung in Frage gestellt. Unzählige wütende Pamphlete beschworen einen "Kulturverfall" und die "Zerstörung der Wirtschaftsmoral". Die Politisierung der "Warenhausfrage" mit Ende des 19. Jahrhunderts ging einher mit antisemitischen Projektionen auf Großunternehmen, die schließlich von den Nationalsozialisten aufgegriffen wurden.

18.00 Uhr
Ö1 Abendjournal

18.25 Uhr
Journal-Panorama

Die Türkei in Corona-Zeiten. Gestaltung: Christian Buttkereit, Karin Senz (ARD) Die Türkei leidet schon länger unter einer Wirtschaftskrise, die durch die Corona-Pandemie massiv verschärft wird. Grenzschließungen und Reisewarnungen treffen einen der wichtigsten Wirtschaftszweige des Landes: Den Tourismus. Man hat sich bereits darauf eingestellt, dass in diesem Sommer wohl nur wenige ausländische Touristen in die Türkei kommen werden. Damit bricht eine der Haupt-Einnahmequellen weg; man versucht nun, den Inlandstourismus anzukurbeln. Bei den Menschen mischt sich die Furcht vor der Krankheit mit Existenzängsten - in Istanbul, in den Urlaubsregionen am Meer, aber auch in abgelegenen Dörfern. Präsident Recep Tayyip Erdogan überlasst das Managen der Krise zwar scheinbar seinem Gesundheitsminister, gegen Kritiker und Oppositionelle greift er aber weiter knallhart durch.

18.55 Uhr
Religion aktuell

19.00 Uhr
Nachrichten

19.05 Uhr
Dimensionen

Das Monatsmagazin Moderation und Redaktion: Armin Stadler

19.30 Uhr
Das Ö1 Konzert

Artemis Quartett; Anthea Kreston, Viola; Eckart Runge, Violoncello. Johannes Brahms: Streichsextett Nr. 1 B-Dur op. 18 * Alban Berg: Sonate für Klavier op. 1 (Bearbeitung für Streichsextett von Heime Müller) * Bedrich Smetana: Streichquartett Nr. 1 e-Moll, "Aus meinem Leben" * Zugabe: Claude Debussy: Andantino, 3. Satz aus dem Streichquartett g-Moll op. 10 (aufgenommen am 19. Mai 2019 im Rokokotheater des Schwetzinger Schlosses im Rahmen der "Schwetzinger Festspiel 2019"). Präsentation: Andreas Maurer

21.00 Uhr
Im Gespräch

"Südseeträume und Südseewirklichkeiten" - Der Ethnologe, Historiker, Kulturanthropologe und Sammler Hermann Mückler im Gespräch mit Andreas Obrecht Südpazifik, Ozeanien, Australien, Neuseeland und die Osterinsel stehen im Mittelpunkt seines Interesses. Schon während seiner Dissertation hat er mehr als zwei Jahre feldforschend auf den Fidschi-Inseln zugebracht. Der Sozial- und Kulturanthropologe Hermann Mückler, Jahrgang 1964, hat viele Forschungsthemen: Kolonialismus, Seefahrt, Abenteuertum, Missionierung, Landnahme und deren Auswirkungen auf native Kulturen, soziale Entwicklungen und auch die geopolitische Bedeutung seiner Forschungsregionen nach der Entkolonialisierung werden in zahlreichen wissenschaftlichen Publikationen und Büchern anschaulich dargestellt und reflektiert. So hat er auch für die renommierte "Neue Fischer Weltgeschichte" den demnächst erscheinenden Band 15 über Australien, Ozeanien und Neuseeland verfasst. Hermann Mückler ist kein weltabgewandter Gelehrter, sondern ein umtriebiger Zeitgenosse, der sich in vielerlei Funktionen für den lebendigen Austausch zwischen den Kulturen engagiert. Und er ist begeisterter Sammler von populärkulturellen Darstellungen zur "Südsee" - Sammelbilder, Poster, Fotos, Kinoprogramme, Postkarten, Ephemera -, von alten Karten und Stichen und von derzeit rund 5.500 Büchern in seiner privaten Südsee-Bibliothek, die für ihn Genuss und Forschungsgegenstand zugleich ist.

21.55 Uhr
nach-gehört

Edition Ö1. Margarethe Engelhardt-Krajanek: Gefühle Gestaltung: Stephan Pokorny Sie sind unser sechste Sinn und überlebensnotwendig. Denn bevor wir denken oder handeln, reagieren wir mit einem Gefühl. Dieses markiert eine Gefahr, aber auch eine Ressource. Und es lügt nicht. Sie sind scheinbar launisch, flatterhaft und schwer zu begreifen. Und sie melden sich immer dann zu Wort, wenn weder Zeit noch Raum für sie da sind. Gefühle begleiten unser Leben. Manchmal schwingen sie uns ein wie eine harmonische Grundmelodie. Aber sie können auch stören, schrill und dissonant klingen. Wenn uns bewusst wird, dass sie unser Denken und Handeln bestimmen, versuchen wir, sie zu kontrollieren. Gelingt das nicht, ignorieren wir sie. Wir schieben sie weg und sind erstaunt, wenn unser Körper von unerklärlichen Beschwerden geplagt wird. Doch sind wir eins mit unseren Gefühlen, dann tragen sie uns und schenken uns Sternstunden mit anderen.

22.00 Uhr
Ö1 Nachtjournal

22.08 Uhr
Radiokolleg

Das Meer. Ort der Sehnsucht, Ort der Gesetzlosigkeit (3). Gestaltung: Ute Maurnböck Positives Körpergefühl. Was es stärkt und was es behindert (3). Gestaltung: Ilse Huber Mehr ist mehr. Maximalismus in der Musik (3). Gestaltung: Thomas Mießgang

23.00 Uhr
Nachrichten

23.03 Uhr
Zeit-Ton

Zum 75. Geburtstag von Anthony Braxton Heute feiert der Chicagoer Saxophonist Anthony Braxton seinen 75. Geburtstag. Nach seinem Klarinettenstudium ging er zum Militär - für Braxton Quelle seiner musikalischen Laufbahn, denn der junge Musiker entdeckte in dieser Zeit im dortigen Archiv unter anderem Schallplatten mit zeitgenössischer komponierter Musik. Musik von Schönberg, Webern und anderen, Musik, die ihm bislang völlig fremd gewesen war und die ihn faszinierte. Zurück in Chicago, schloss er sich der AACM an. Die Association for the Advancement of Creative Musicians ist eine Organisation, deren Mitglieder sich 1965 zusammengefunden hatten, um afroamerikanische kreative zeitgenössische Musikformen weiter zu entwickeln. Anthony Braxton kombinierte die afroamerikanischen Jazz- und FreeJazz-Traditionen mit Kompositionstechniken der zeitgenössischen komponierten Kunstmusik. Er sog die Musik Karlheinz Stockhausens, Iannis Xennakis, Edgar Varèse und anderer förmlich in sich auf. So wundert es nicht, dass Strukturen, Regelwerke und spezielle graphische Notationen seine Musik prägen. Komplexe Regelwerke und Freiheitsgrade sind paradoxe Stichworte, die zentral für seine unzähligen Kompositionen sind. Der heutige Zeit-Ton gibt einen akustischen Einblick in Anthony Braxtons musikalische Klangwelten, - angefangen von seiner ersten Soloaufnahme aus dem Jahr 1968 bis hin zu Ausschnitten seiner Geburtstagskonzerte, die er u.a. zu Beginn des Jahres im Schlachthof in Wels gegeben hatte. Gestaltung: Nina Polaschegg

00.00 Uhr
Nachrichten

00.05 Uhr
Ausgewählt

(Wiederholung von 10:06 Uhr).

01.00 Uhr
Nachrichten

01.03 Uhr
Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Musikauswahl: dazw. 03:00 Uhr Nachrichten